Tierwelt

20140314Kranich 480x640Eine der Hauptflugrouten und Korridore von Kranichen, Wildgänsen und anderen Vogelarten verlaufen direkt entlang des Schneifelrückens. Gerade bei Nebel und fehlenden Aufwinden fliegen Kraniche sehr tief. Gelegentlich nutzen sie sogar den Rand der Schneifel zum Rasten.
Mit einer dichten Wand von Windenergieanlagen in der Schneifel muss mit einer erhöhten Kollision dieser Zugvögel mit den Rotorblättern gerechnet werden.

In der Schneifel sind Schwarzstorch, Rotmilan, Rauhfußkautz, Haselhuhn und Fledermäuse beheimatet. Diese Arten reagieren besonders sensibel auf Windenergieanlagen. Am Vogelsberg beispielsweise halbierte sich der Brutbestand des Schwarzstorchs nach dem Bau von Windenergieanlagen innerhalb von 6 Jahren.
Der Rotmilan ist besonders gefährdet, da er Windenergieanlagen nicht meidet und die Balz- und Nahrungsflüge oft in der Höhe der Rotorblätter stattfinden. Rotmilane gehören daher zu den häufigsten Kollisionsopfern.


Aber Vögel und Fledermäuse sterben nicht nur durch Kollisionen, sondern auch durch Baro-Trauma. Baro-Traumen sind Verletzungen, die durch die Druckschwankungen im Turbulenzbereich der Rotorblätter ausgelöst werden und zum Platzen der Lungenbläschen oder auch Fettzellen führen. Tiere mit Baro-Traumen verenden ohne Zeichen äußerer Verletzungen unter Umständen weitab der Windkraftanlagen.

Viele Auswirkungen auf die Tierwelt sind bekannt und können u.a. in den folgenden Studien nachgelesen werden:
Windkraft im Wald - mehr Schaden als Nutzen“ von Spektrum der Wissenschaft, 12.01.2016
Windenergie im Lebensraum Wald“ der Deutschen Wildtier Stiftung, November 2014

Von der Energiewende zum Biodiversitätsdesaster - zur Lage des Vogelschutzes in Deutschland“von Martin Flade, Vogelwelt 2012

 

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